Schimmel – ein unliebsamer Mitbewohner

Schimmel – ein ungebetener Mitbewohner

Schimmel ist unansehnlich und gesundheitsschädlich – besonders in der kälteren Jahreshälfte stellen Feuchtigkeit und Schimmelbildung Bewohner, Eigentümer und Hausverwaltungen immer wieder vor die Herausforderung der Ursachenermittlung für seine Entstehung.

Grundsätzlich stellt ein erhöhtes Vorkommen von Schimmelsporen in der Raumluft ein gesundheitliches Risiko in Form von allergischen Reaktionen und Atemwegserkrankungen bis hin zu neurologischen Belastungen wie Seh- und Konzentrationsstörungen dar.

3 Fragestellungen spielen bei der Ursachenermittlung eine zentrale Rolle:

  • Bauschäden: Begünstigt ein schadhafter Zustand der Bausubstanz an der Außenhülle eines Gebäudes durch Schäden wie defekte Dachdeckungen, Risse in der Fassade oder aufsteigende Feuchtigkeit das Eindringen von Feuchtigkeit in Wohnräume?
  • Wärmeschutz: Ist der vorhandene Wärmeschutz ausreichend, um Kältebrücken zu vermeiden, durch die sich Feuchtigkeit an kalten Wandoberflächen niederschlägt und so die Bildung von Schimmel fördern kann?
  • Nutzerverhalten: Inwiefern trägt ungünstiges Nutzerverhalten zur Schimmelbildung bei?

Neben von außen eindringender Feuchtigkeit durch Bauschäden kann auch das Raumklima ursächlich die Schimmelbildung in Wohnräumen befördern. Hier kann sowohl die Abschottung der Räume von der Außenluft durch moderne, dicht schließende Energiespar-Fensterelemente die Abführung der Feuchtigkeit nach außen verhindern wie unzureichendes Lüftungs-und Heizverhalten der Bewohner einer Wohnung.

Kochen, Baden, Duschen, Wäsche Trocknen und andere Aktivitäten in den Räumen produzieren Feuchtigkeit, die an die Raumluft abgegeben wird. Stündlich produziert ein Mensch bei leichten Aktivitäten 30 bis 60 g Feuchtigkeit, Zimmer-Pflanzen je nach Größe 5 bis 20 g – in der Wohnung trocknende Wäsche gibt bis zu 200 g Feuchtigkeit pro Stunde an die Raumluft ab.
Wird diese Feuchtigkeit nicht regelmäßig und ausreichend abgelüftet, schlägt sie sich an der kältesten Stelle im Raum– meist in der Umgebung der Fenster, in den Kachelfugen im Bad oder hinter Schränken, die an der Außenwand platziert sind – massiv nieder und legt damit die Basis für die Bildung von Schimmel.

Sobald Schimmelbildung in einer Wohnung festgestellt wird, geht es primär im Interesse aller Beteiligten weder um Schuldzuweisungen noch um die Klärung von Haftungsfragen, sondern um die schnelle Identifikation der Ursachen der Schimmelbildung und eine professionelle, nachhaltige Schadenbeseitigung.

Ergänzende Hinweise zum Thema Heizen und Lüften finden Sie hier:
Energieeffizient-Heizen+Lueften